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Heiße Quellen & Thermen auf den Azoren – baden zwischen Natur und Vulkandampf

Azoren heiße Quellen: Erleben Sie die einzigartige Mischung aus Natur und Vulkandampf auf den Azoren – Ihr Guide für den perfekten Aufenthalt.

admin 5. Juni 2025 ⏱ 14 Min.
Azoren heiße Quellen

Wer nach einem Paradies sucht, wo sich vulkanische Energie und ursprüngliche Natur verbinden, wird auf den Azoren fündig. Hier steigt der Dampf aus dem Erdinneren auf – und lädt zu einem besonderen Badeerlebnis ein.

Von versteckten Dschungel-Oasen bis zu Thermalbecken am Meer: Die Inseln überraschen mit ihrer Vielfalt. „Die Wärme geht unter die Haut“, schwärmen Besucher – und meinen damit nicht nur das angenehme Klima.

Ob Einsteiger oder Profi: Dieser Guide zeigt die schönsten Spots zum Entspannen. Dazu gibt es Tipps für Wellness-Hotels, die das Naturerlebnis perfekt abrunden.

Einleitung: Die magischen heißen Quellen der Azoren

Wo Feuer und Wasser sich treffen, entstehen magische Orte. Die Quellen hier sind vulkanischen Ursprungs – gespeist aus den Tiefen des Mittelatlantischen Rückens. Ein geologisches Wunder, das 39°C warme Becken schafft.

Allein auf der Insel São Miguel sprudeln über 20 solcher Naturpools. „Stille, dampfende Verwöhnmomente“, wie Einheimische sagen. Besonders kurios: Ein Priester nutzte 1988 täglich die Ursprungsquelle von Poça da Dona Beija – angeblich für seine „göttliche Gelassenheit“.

  • Die Wärme kommt direkt aus dem Erdinneren – mineralreich und sanft zur Haut.
  • Selbst die Badekleidung zeigt Spuren: „Hier rostet sie, aber die Seele glänzt“, scherzen Besucher.

Wer hier badet, spürt die Kraft der Natur. Und vielleicht auch ein bisschen von jenem Priesterfrieden.

Azoren heiße Quellen: Ein Naturwunder vulkanischen Ursprungs

Was nach Chemielabor klingt, ist pure Natur: dampfende Becken mit besonderer Wirkung. Das Wasser hier ist kein gewöhnliches Nass – es steckt voller Überraschungen. Eisen färbt es orange, Schwefel verleiht ihm seinen markanten Duft. „Wie eine Badewanne, die Mutter Natur selbst einlaufen lässt“, scherzt ein Besucher.

Doch hinter dem skurrilen Charme steckt Wissenschaft. Das Thermalwasser enthält eine Mischung aus Kieselsäure, Schwefel und Eisen. Natürliche Schmerzmittel, die bei Gelenkbeschwerden oder Stress helfen. Sogar Hautprobleme wie Akne können gelindert werden.

„Nach 20 Minuten fühlt es sich an, als hätte mir jemand die Batterien neu eingesetzt.“

– Markus, 42, nach einem Besuch in Furnas

Die Temperaturen variieren je nach Quelle. Manche sind lauwarm, andere fast zu heiß zum Eintauchen. Entscheidend ist auch die Fließgeschwindigkeit:

Quelltyp Durchschnittstemperatur Fließgeschwindigkeit (l/min)
Stille Becken 39°C 5-10
Strömungspools 32°C 15-20
Meeresquellen 28°C 30+

Ein besonderes Erlebnis bieten nachtaktive Cyanobakterien. Unter UV-Licht fluoreszieren sie – ein magisches Schauspiel. „Als hätte jemand Sterne ins Wasser gestreut“, schwärmt eine Reisende.

Ob zur Entspannung oder Heilung: Diese Naturphänomene sind mehr als nur ein heißes Bad. Sie sind ein Dialog mit der Erde selbst.

Caldeira Velha: Thermalquellen in schönster Naturkulisse

Versteckt im üppigen Grün von São Miguel liegt ein Ort, wo Vulkanhitze und tropische Vegetation verschmelzen. Caldeira Velha ist kein gewöhnliches Thermalbad – hier badet man zwischen Farnen, die seit Urzeiten wachsen, unter einem Himmel aus Dampfschwaden. „Wie ein prähistorischer Spa“, flüstert eine Besucherin beeindruckt.

Die vier Warmwasserpools und ihre Temperaturen

Jedes der natürlichen Becken hat seinen eigenen Charakter. Das wärmste misst stolze 38°C – ideal für Muskelentspannung. Der kühlste Pool bietet mit 28°C eine Erfrischung nach dem Dampfbad.

Becken Temperatur Besonderheit
Hauptbecken 38°C Eisenhaltiges Wasser
Mittleres Becken 35°C Sanfte Strömung
Kühlbecken 28°C Unter Wasserfall
Abgeschiedenes Becken 32°C Natürliche Tonablagerungen

„Der Temperaturwechsel zwischen den Becken ist wie eine Massage für die Blutgefäße.“

– Laura, 34, aus Zürich

Der beeindruckende Wasserfall und seine Umgebung

Hinter moosbewachsenen Fällen verbirgt sich ein Geheimtipp: Ein 28°C warmer Wasserfall, dessen Strahlen perfekt für Nackenmassagen geeignet sind. Die umgebenden Felsen leuchten orange vom Eisenoxid – ein Kontrast zum smaragdgrünen Wald.

Tipps für den Besuch: Parkplatz und beste Besuchszeiten

Wer den Parkplatz beim ersten Anlauf verpasst, sollte nicht verzweifeln: Die zweite Einfahrt ist meist weniger überlaufen. Von Ponta Delgada aus erreicht man das Naturparadies in 30 Minuten.

  • Zeitmanagement: Das 90-Minuten-Limit pro Besuch wird strikt durchgesetzt – Online-Tickets sparen Wartezeit.
  • Foto-Tipp: Morgens um 8:30 Uhr entstehen magische Aufnahmen zwischen Dampf und Sonnenstrahlen.
  • Wellnessplus: Der mineralreiche Schlamm eignet sich perfekt für natürliche Gesichtsmasken.

Ein Besuch hier ist mehr als Baden – es ist eine Zeitreise in die Ursprünglichkeit der Inseln. Wer genau hinsieht, entdeckt an den Felsen sogar winzige Kristalle, die im Dampf glitzern.

Poça da Dona Beija: Furnas‘ beliebteste heiße Quellen

A tranquil natural oasis, the Poça da Dona Beija hot springs sit nestled amidst lush verdant foliage. Steaming thermal waters cascade gently over smooth volcanic rock formations, creating a serene pool perfect for relaxation. Warm mist drifts lazily through the air, enveloping the scene in a dreamlike, ethereal atmosphere. Rays of sunlight pierce through the canopy above, casting a soft, golden glow across the scene. In the distance, the rugged silhouettes of towering volcanic peaks rise majestically, completing this picturesque tableau of Azorean natural splendor.

Ein sanfter Dampfschleier liegt über den moosbewachsenen Felsen – willkommen in Poça da Dona Beija. Was 1988 als Geheimtipp eines Priesters begann, ist heute ein Muss für Thermalbad-Fans. Das Eisenoxid färbt die Steine rostrot, während der Schwefelgeruch verrät: Hier arbeitet die Erde.

Die fünf Becken und ihre einzigartigen Eigenschaften

Jeder der natürlichen Pools bietet ein anderes Erlebnis. Das Wasser ist ein Mineralien-Cocktail – 39°C warm und voller Überraschungen.

Becken Besonderheit Tipp
Wasserfallbecken Strahl massiert Nacken Schultern unter den Fall halten
Serena Versteckt hinter Felsen Abends weniger besucht
Hauptpool Eisenhaltig Dunkle Badekleidung
Quellbereich Stärkste Strömung Füße im Sand vergraben
Ruhezone Geringste Temperatur Nach Abkühlung ideal

«Im Serena-Becken vergisst man, dass es überhaupt andere Besucher gibt.»

– Sophie, 29, aus Bern

Warum ein Abendbesuch besonders lohnenswert ist

Ab 18 Uhr verwandeln LED-Lichter die Anlage in ein Märchenreich. Der Dampf reflektiert das Licht, während Glühwürmchen im Gebüsch tanzen. Profi-Trick: Wer mag, bringt eine Taschenlampe mit – das Wasser fluoresziert schwach!

Einheimische flüstern: Der beste Moment ist bei Mondaufgang. Dann glitzern die Mineralien an den Wänden wie Sterne. Und ja – manche ziehen ihren Bikini schon im Auto an. Der Grund? Die Umkleiden werden abends etwas eng.

Praktische Infos: Preise, Öffnungszeiten und Parkmöglichkeiten

Der Eintritt kostet 8€ für 1,5 Stunden – pünktliches Ausziehen lohnt sich. Schließfächer verlangen 20€ Pfand. Wer mit dem Mietwagen kommt, findet Parkplätze nach 200 Metern links.

  • Öffnungszeiten: Täglich 8:30-23:00 (letzter Einlass 21:30)
  • Badekleidung: Weiß wird orange – kein Scherz!
  • Insider-Spot: Der alte Höhleneingang rechts vom Hauptbecken (nicht betreten!)

Wer hier badet, versteht schnell, warum der Priester täglich kam. Es ist, als würde die Erde einen in den Arm nehmen – rostige Bikinis inklusive.

Parque Terra Nostra: Botanik und Thermalbad in einem

Ein gelbes Becken leuchtet zwischen exotischen Pflanzen – willkommen im Parque Terra Nostra. Was 1780 als Privatgarten eines Bostoner Millionärs begann, ist heute ein lebendiges Museum aus Thermalwasser und üppiger Vegetation. Wer hier badet, taucht in Geschichte ein – und in 38°C warmes, eisenhaltiges Wasser.

Der berühmte geothermische Pool und seine Wirkung

Das Herzstück? Ein goldgelber Pool, gefärbt durch Eisenoxid. Das Wasser ist mineralreich und soll bei Muskelverspannungen helfen. „Nach 10 Minuten fühlt sich die Haut an wie Samt“, verrät eine Besucherin aus Zürich.

Fakten Details
Temperatur 38°C
Eintritt 10€
Besonderheit Natürliche Eisenablagerungen

Die vielfältige Pflanzenwelt des Parks

Zwischen Farnen, die älter sind als Omas Porzellan, verstecken sich botanische Kuriositäten:

  • Ein 200 Jahre alter Baumfarn – so hoch wie ein Einfamilienhaus.
  • Fleischfressende Pflanzen, die Insekten lieber mögen als Dünger.

„Selbst Hipster packen hier ihre Vintage-Badehosen aus – wegen der Rostgefahr.“

– Luca, 31, Parkführer

Empfehlungen für Besucher

Badekleidung: Dunkel oder alt – das Wasser hinterlässt Spuren. Beste Zeit: Morgens um 9 Uhr, wenn der Nebel über den Palmen hängt.

Luxus-Tipp: Nach dem Bad ins Hotel Terra Nostra Garden zum High Tea. Die Scones schmecken noch besser, wenn die Haut nach Mineralien duftet.

Termas da Ferraria: Heiße Quellen im Atlantik

Termas da Ferraria: a mesmerizing natural wonder on the Azores islands, where steaming geothermal waters flow into the vast Atlantic Ocean. Envision a dramatic coastal landscape, with rugged volcanic cliffs towering over a tranquil azure pool. Sunlight glimmers on the gently rippling surface, illuminating the misty geothermal vapors that billow up from the thermal springs. Lush, verdant vegetation clings to the rocky shore, creating a serene, primordial atmosphere. Capture the essence of this unique intersection of land, sea, and volcanic activity, showcasing the Azores' remarkable geological heritage in all its untamed beauty.

Hier trifft Vulkanhitze auf Atlantikwasser – ein Naturschauspiel der Extreme. An der Westspitze São Miguels brodelt das Meer über vulkanischen Felsspalten. „Wie eine Badewanne, die sich selbst einheizt“, lacht ein Besucher, während er sich am Sicherheitsseil festhält.

Das einzigartige Erlebnis des Badens im vulkanisch erwärmten Meer

Der Hot Tub Effekt ist kein Marketing-Gag: Unterwasserquellen heizen die Bucht auf bis zu 60°C auf. Der Trick? Bei Ebbe bilden Felsen natürliche Becken. „Packen Sie die Gezeiten-App aus“, rät ein Einheimischer. „Bei Flut wird’s gefährlich.“

Die Ponta da Ferraria zeigt zwei Gesichter: Morgens dampft das Wasser sanft, abends spiegelt die Brandung die untergehende Sonne. Wer Glück hat, sieht Delfine am Horizont.

Spa-Angebote und Aussichtspunkt Ponta da Ferraria

Im spa-bereich verwandeln Algen aus dem Thermalbecken sich in wohltuende Packungen. Der Clou: Thalasso-Massagen mit direktem Meer-Blick. „Das Salz auf der Haut, der Schwefelgeruch – das ist Urlaub für die Sinne“, schwärmt eine Masseurin.

Der Aussichtspunkt oberhalb der Bucht lohnt sich besonders bei Sonnenuntergang. Von hier wirken die Dampfwolken über dem Wasser wie ein Naturspektakel.

Sicherheitshinweise für das Baden bei Ebbe und Flut

  • Gezeiten-Check: Die installierten Seile sind kein Dekoration – bei Flut werden Strömungen stark.
  • Schuhwerk: Vulkanisches Gestein ist scharfkantiger, als Instagram vermuten lässt.
  • Badezeit: Maximal 20 Minuten – der Mineraliencocktail ist intensiv.

„Manche Besucher vergessen vor Staunen die Zeit – bis die Flut kommt.“

– Miguel, Rettungsschwimmer

Ein Tipp für Romantiker: Nach dem Bad lohnt der Spaziergang zur Ponta da Ferraria. Die Felsen speichern die Wärme – perfekt für ein Picknick mit Meerblick.

Termas do Carapacho: Historisches Badehaus auf Graciosa

Hinter einer Jugendstilfassade schlummert ein Heilbad mit überraschenden Kontrasten. Die Termas do Carapacho auf Graciosa vereint 200 Jahre Tradition mit modernem Wellness – ein Ort, wo selbst die Wände Geschichten erzählen.

Vom Kurhaus zum Kulturerbe

Seit dem 18. Jahrhundert nutzen Einheimische die Quelle – erst in einfachen Steinbecken, später im prächtigen Jugendstilgebäude. „Meine Urgroßmutter schwörte auf das Wasser gegen Rheuma“, erzählt Maria (90) beim morgendlichen Bad. „Damals kostete ein Eintritt drei Eier.“

2007 sorgte ein Badeverbot für Aufruhr. Die Gemeinde protestierte – erfolgreich. Heute strömen Besucher in das renovierte historische Badehaus, dessen marmorne Treppenstufen von Generationen glatt poliert wurden.

Mineralien gegen Beschwerden

Die heilende Wirkung des 38°C warmen Wassers ist wissenschaftlich belegt. Besonders bei:

  • Gelenkproblemen (hoher Schwefelgehalt)
  • Hauterkrankungen (natürliche Kieselsäure)
  • Stresssymptomen (magnesiumreiches Wasser)

„Nach drei Wochen täglicher Bäder konnte ich endlich wieder ohne Stock gehen.“

– Hans, 68, aus Zürich

Anreise mit Inselcharme

Die Anreise wird zum Abenteuer: Von São Miguel geht’s per Fähre (2,5 Std.) nach Graciosa. Ein Mietwagen lohnt sich – die Straßen schlängeln sich pastellfarbenen Häusern vorbei.

Insider-Tipp: Kombinieren Sie den Besuch mit dem benachbarten Meeresschwimmbecken. Der Temperaturschock nach dem Thermalbad belebt die Sinne!

Service Detail
Öffnungszeiten 9:00-19:00 (Mai-Okt)
Eintritt 12€ (inkl. Handtuch)
Highlights Hydromassage-Jets im Außenbereich

Wer genau hinschaut, entdeckt im Eingangsbereich eine skurrile Inschrift: „Baden verboten – 2007“. Ein Relikt aus rebellischen Zeiten, das heute nur noch Schmunzeln provoziert.

Wellness-Hotels mit Thermalzugang auf den Azoren

Wellness auf den Inseln bedeutet mehr als nur warmes Wasser – es ist ein Lebensgefühl. Diese wellness-hotels verwandeln vulkanische Energie in pure Entspannung. Von modernem Design bis rustikalem Charme: Hier findet jeder sein perfektes Retreat.

Pedras do Mar: Luxus am Atlantik mit Spa-Bereich

Direkt an der Steilküste thront dieses Architekturjuwel. Die Designzeitschrift AD schwärmte: «Hier fließen Basalt und Moderne ineinander.» Besonderheiten:

  • Infinity-Pool mit direktem Meerblick
  • Private Thermalzugänge zu bestimmten Zeiten
  • Thalasso-Therapien mit lokalem Seetang

«Beim Frühstück auf der Terrasse sieht man manchmal Wale vorbeiziehen – das ist das beste Roomservice der Welt.»

– Petra, 45, aus Luzern

Sul Villas & Spa: Meerblicke und Entspannung pur

Weiße Kubusvillen schmiegen sich an die Hügel von São Miguel. Jede Suite hat ihren eigenen Pool mit Thermalwasser. Das Highlight: Die Spa-Küche verarbeitet Algen aus benachbarten seen zu gesunden Snacks.

Sensi Azores Nature: 5-Sterne-Luxus im Landhausstil

Dieses Hideaway setzt auf Nachhaltigkeit. Die eigene Thermalquelle speist alle Becken – ganz ohne Chemie. Gourmet-Tipp: Das 7-Gänge-Menü mit Kräutern aus dem hauseigenen Garten.

Hotel Für wen? Wellness-Highlight Preisniveau
Pedras do Mar Designliebhaber Meerblick-Sauna €€€€
Sul Villas Paare Privatpools €€€
Sensi Azores Nachhaltigkeitsfans Bio-Spa €€€€

Öko-Check: Sensi Azores gewinnt mit Solarenergie und eigenem Wasserfilter. Pedras do Mar punktet mit regionalen Baumaterialien. Sul Villas setzt auf plastikfreie Zimmer.

Insiderwissen: Agrotourismus-Anbieter wie Quinta Minuvida haben oft intimere Thermalbereiche – und kosten nur halb so viel wie die luxus-Hotels.

Beste Reisezeit für Thermalbad-Besuche auf den Azoren

Thermalbäder auf den Inseln bieten zu jeder Saison besondere Reize – wenn man weiß, wann man kommt. Während im Winter der Kontrast zwischen warmer Quelle und kühler Luft reizt, lockt der Sommer mit langen Abenden unter freiem Himmel. „Man badet hier anders als anderswo“, verrät ein Einheimischer. „Mal ist es ein Gesundbrunnen, mal ein Freiluftspa.“

Warum sich ein Winterbesuch lohnt

Bei 15-18°C Lufttemperatur wirkt das 38°C warme Wasser wie eine Wohltat. Die Nebelschwaden über den Becken schaffen eine mystische Atmosphäre. Praxistipp: Besuche zwischen 14 und 16 Uhr nutzen die letzten Sonnenstunden optimal.

  • Nordküsten-Becken sind im Winter wärmer – der Golfstrom wirkt wie eine natürliche Heizung.
  • Hotels bieten oft Kombi-Tickets mit Sauna an, perfekt für kalte Tage.

Sommertricks für entspannte Besuche

„Dienstagvormittag ist das neue Wochenende“, scherzt eine Reiseleiterin. Tatsächlich sind die beliebtesten Quellen dann weniger besucht. Wetter-Apps wie Spotazores helfen, Regenschauer zu umgehen – die übrigens das Badeerlebnis intensivieren.

Saison-Tipp Vorteil
Morgens um 7 Uhr Nebelschleier für magische Fotos
Nach Sommerstürmen Mineraliengehalt ist besonders hoch

Wie das Wetter Ihr Bad beeinflusst

Der Wetter-Einfluss geht über die Temperatur hinaus. Bei tiefem Luftdruck steigen mehr vulkanische Gase auf – das Wasser prickelt dann besonders. „Orkane machen das Erlebnis wildromantisch“, sagt ein Bademeister. „Aber bitte nur mit Sicherheitsseil!“

„Im Regen baden? Klingt verrückt, bis man es probiert hat. Das warme Wasser, die kühlen Tropfen – ein Sinneskick.“

– Lena, 28, aus Basel

Wer flexibel ist, sollte den Wetterbericht studieren. Manchmal wird aus einem verregneten Tag so das perfekte Thermalbad-Wetter.

Praktische Tipps für Ihren Besuch der heißen Quellen

Ein Besuch in den vulkanischen Becken will gut geplant sein – hier kommen die besten Tipps. Von der Packliste bis zur Anreise: So vermeiden Sie böse Überraschungen und genießen Ihr Bad in vollen Zügen.

Was Sie unbedingt mitbringen sollten

Vergessen Sie die Sonnencreme? Pech gehabt. Diese Dinge sollten in Ihrem Gepäck nicht fehlen:

  • Wasserschuhe: Vulkanisches Gestein ist scharf wie Messer – und glitschig obendrauf.
  • Anti-Rost-Shampoo: Eisenablagerungen mögen gut für die Haut sein, aber nicht für blonde Strähnen.
  • Eine wasserdichte Hülle fürs Handy – für Fotos ohne Dampfschäden.

«Mein Tipp: Ein kleines Handtuch extra. Das eine wird rostig, das andere bleibt sauber.»

– Julia, 33, aus Zürich

Dunkle Badekleidung und andere wichtige Hinweise

Weiße Bikinis werden hier schnell orange – kein Mythos, sondern chemische Realität. Dunkle Badekleidung ist Pflicht, ebenso wie:

  • Nach dem Bad gründlich duschen – Schwefelgeruch haftet hartnäckig.
  • Keine wertvollen Schmuckstücke: Mineralien können Silber angreifen.

Kultur-Tipp: Lautes Geplapper stört die Entspannung – hier wird Wellness eher meditativ genossen.

Anreise und Mobilität auf den Inseln

Öffentliche Busse fahren nach azoreanischem Motto: «Vielleicht heute, vielleicht morgen.» Besser:

  • Auto mieten – aber unbedingt Vollkasko buchen. Schmale Straßen fordern ihren Tribut.
  • Parkplätze an beliebten Quellen sind rar – frühes Kommen lohnt sich.

Einheimische flüstern: Wer sein Auto beim Hotel lässt, nimmt oft günstige Taxis. Die kennen auch versteckte Quellen abseits der Touristenströme.

Fazit: Wärme, die unter die Haut geht

Manchmal werden aus kleinen Pannen die schönsten Erinnerungen. Wie jener nächtliche Ausflug zu den dampfenden Becken – ohne Handtuch, aber mit Sternenhimmel. Was als Missgeschick begann, wurde zum Highlight der Reise.

Diese Orte fangen die Seele der Inseln ein. Wo vulkanische Wärme auf urwüchsige Natur trifft, entsteht mehr als bloße Entspannung. Es ist ein Dialog mit der Erde selbst.

Pack die Badehose ein – am besten in dunklen Farben! Und denk daran: Nachhaltige Besuche helfen, diese Schätze zu bewahren. Die Inseln danken es mit unvergesslichen Momenten.

Möge dein nächster Trip nicht nur erholen, sondern verzaubern. Denn manche Erlebnisse wirken noch lange nach – wie die Wärme eines perfekten Bads.

FAQ

Wo liegen die schönsten Thermalquellen auf São Miguel?

Caldeira Velha, Poça da Dona Beija und Parque Terra Nostra sind die Highlights. Jeder Ort bietet einzigartige Becken mit unterschiedlichen Temperaturen und Atmosphären.

Lohnt sich ein Besuch von Poça da Dona Beija am Abend?

Absolut! Bei Dunkelheit wirken die beleuchteten eisenhaltigen Becken besonders magisch. Die Wassertemperatur bleibt angenehm warm, und es ist oft ruhiger als tagsüber.

Warum sollte man dunkle Badekleidung mitnehmen?

Das mineralhaltige Wasser kann helle Stoffe verfärben. Besonders im Terra-Nostra-Park, wo der orangefarbene Schlamm eine bleibende Erinnerung hinterlassen könnte.

Gibt es geführte Touren zu den Thermen?

Ja, mehrere Anbieter kombinieren Besuche verschiedener Quellen mit Wanderungen oder Vulkan-Erklärungen. Das lohnt sich für Naturinteressierte.

Kann man in Ponta da Ferraria wirklich im warmen Meer baden?

Ja! Bei Flut vermischt sich das 60°C heiße Quellwasser mit dem Atlantik – ein unvergessliches Erlebnis. Aber Vorsicht: Die Gezeiten bestimmen die Wassertemperatur.

Sind die Thermen auch im Winter ein Erlebnis?

Gerade dann! Bei kühler Luft wirkt der Kontrast zum warmen Wasser intensiver. Die meisten Becken sind ganzjährig geöffnet, und Nebel verleiht der Szenerie etwas Mystisches.

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